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KNUP-Kino mit vielfältigen Filmen

Ab dem 30. Januar lädt das Soziokulturelle Zentrum Oerlinghausen wieder jeden letzten Freitag im Monat zum „KNUP-Kino“ ein. Den Auftakt der neuen Saison macht der Film „Bonhoeffer“. Im Anschluss kann der kontrovers diskutierte Film in der Cnaipe noch einmal Revue passieren. Um 19 Uhr startet der Einlass zu den Film-Vorführungen, die um 19:30 Uhr in der Halle oder der Cnaipe vom KNUP stattfinden. Der Eintritt beträgt weiterhin 5 €.

Die Veranstaltungsgruppe blickt auf ein sehr gut besuchtes Kino-Jahr 2025 zurück: „Es kamen rund 300 Besucherinnen zu den zwölf Filmen im vergangenen Jahr.“ Mittlerweile hat sich ein Stamm- Publikum herausgebildet, aber auch neue Gäste gehören zu jeder Kino-Vorstellung dazu“, so die Veranstaltenden. Neben den gemütlichen Kino-Abenden im Haus wird es 2026 auch wieder drei Open-Air-Vorstellungen, im großzügigen KNUP-Garten, geben. „Die Sommer-Veranstaltungen sind sehr beliebt, manche Besucherinnen bringen eigene Sitzmöglichkeiten mit, sitzen in der Hängematte oder am Lagerfeuer, während sie den Film auf der 4-Meter-Leinwand schauen.“, so die Veranstaltungsgruppe vom KNUP.

Im Oktober 2025 begannen die Vorbereitungen für die neue KNUP-Kino-Saison. Zahlreiche Filmverleihe wurden angeschrieben und verschiedenste Filme für das gesamte Jahr gebucht: Die Filme zeichnen sich durch einen filmischen Anspruch und oftmals durch eine gesellschaftspolitische Relevanz aus. Mit dem Film „Bonhoeffer“, der das Leben des Theologen und Widerstandskämpfers gegen das NS-Regime zeigt, wird auch ein Film gezeigt, der inhaltlich oftmals in Kritik steht. Auch gehören wieder zwei Dokumentationen zum Programm. Im Februar erinnert der Dokumentarfilm „Das Deutsche Volk“ an den rassistischen Anschlag in Hanau vor fünf Jahren. Im Fokus stehen dabei die Angehörigen der Opfer. Anlässlich des feministischen Kampftags im März sind gleich zwei Filme Mädchen und Frauen gewidmet. Der Film „Karla“ zeigt, wie ein junges Mädchen im Deutschland der 1960er-Jahre mutig gegen Missbrauch vorgeht und für Gehör und Gerechtigkeit kämpft. „Oxana – Mein Leben für Freiheit“ erzählt das bewegende Porträt der ukrainischen Künstlerin und FEMEN-Mitbegründerin Oksana Schatschko, die durch provokative Protestaktionen gegen Sexismus, Korruption und politische Unterdrückung für Freiheit und Gleichberechtigung kämpfte. Bevor es im Sommer für das KNUP-Kino in die Open-Air-Saison geht, erzählt der Film „Im Schatten des Orangenbaums“ über drei Generationen die bewegende Geschichte einer palästinensischen Familie, deren Schicksal eng mit Krieg, Vertreibung und dem Wunsch nach Versöhnung verknüpft ist. „Tandem“, „Mit der Faust in die Welt schlagen“ und „Köln 75“ werden an hoffentlich lauen Sommerabenden unter freiem Himmel gezeigt. Die Filme handeln von Freundschaft, Selbstermächtigung und inspirierenden Geschichten aus unterschiedlichen Lebenswelten und Lebensphasen. Das Open-Air-Erlebnis macht das gemeinsame Anschauen zu etwas Besonderem – mit Sommerluft, kühlen Getränken und Gelegenheit zum Austausch mit anderen Besucher*innen. Im September begleitet der Dokufilm „Einfach machen!“, Pionierinnen der deutschsprachigen Punk-Szene von den späten 1970er-Jahren bis heute und erzählt, wie Frauen in einer männerdominierten Musikwelt mit Mut, Kreativität Freiräume eroberten und Rollenklischees in Frage stellten.

Den Jahresabschluss bilden der inspirierende Spielfilm „Maria Montessori“ über die Lebensgeschichte der einflussreichen Reformpädagogin und das vielfach ausgezeichnete Generationen-Drama „In die Sonne schauen“, das als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht und die Lebenswege mehrerer Frauen über ein Jahrhundert hinweg eindrucksvoll verwebt.

Bei den Filmen handelt es sich um aktuelle Kinofilme: Acht aus 2025, zwei von 2024 und ein Film aus dem Jahr 2023. Im Dezember wird auf eine Kino-Vorstellung verzichtet da diese auf den 1. Weihnachtsfeiertag fallen würde. Das „KNUP-Kino“ freut sich auf ein weiteres Jahr voller spannender Filme, inspirierender Geschichten und gemeinsamer Kino-Abende – drinnen wie draußen. Für entspannte Momente sorgen Popcorn, sommerliche Stimmung und das gemeinsame Filmerlebnis.

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KNUP macht sich stark gegen Bedrohung

— Haus schließt sich Kampagne »Alles beginnt im Zentrum« an —

Im kommenden Jahr feiert das selbstverwaltete Zentrum KNUP (vormals JZO) sein 50-jähriges Bestehen. In diesen fünf Jahrzehnten war die Zukunft des Hauses immer wieder gefährdet – doch selten stand die Selbstverwaltung so sehr unter Druck wie heute. „Und gleichzeitig war sie noch nie so wichtig wie jetzt“, erklärt das KNUP in einer Pressemitteilung. Denn die Bedrohung von Kulturzentren, selbstverwaltete Jugendzentren, unkommerzielle Bühnen ist durch rechten politischen Druck real: Kürzungen von Fördermitteln, fehlende politische Unterstützung, Immobiliendruck, gesellschaftliche Polarisierung und rechte Gewalt.

Um dem gemeinsam entgegenzutreten, hat sich das KNUP der bundesweiten Kampagne »Alles beginnt im Zentrum« angeschlossen. Unter diesem Motto schließen sich zahlreiche alternative Kulturzentren, Künstler*innen und Musiker*innen zusammen – darunter bekannte Namen wie Tocotronic, Die Goldenen Zitronen und Schauspieler Robert Stadlober. Initiiert wurde die Kampagne von der MONOM Stiftung und dem Leipziger Kulturzentrum Conne Island. Ziel ist es, einen solidarischen Fördertopf aufzubauen, der selbstverwaltete Jugend- und Kultureinrichtungen stärkt – besonders dort, wo Angriffe und gestrichene Förderungen finanzielle Lücken reißen.

Orte der Kritik und des Miteinanders
Viele Menschen verbinden mit Häusern wie dem KNUP prägende Erinnerungen – das erste Konzert, politische Diskussionen oder gemeinsames Engagement. Das Zentrum wird von Ehrenamtlichen getragen und ist als gemeinnütziger Verein organisiert. „In selbstverwalteten Zentren liegen die Wurzeln der kulturellen Landschaft“, heißt es vom KNUP. „Alle fangen klein an – und so beginnt es auf unserer Bühne!“ Alternative Zentren seien zugleich Lernorte der Demokratie, an denen junge Menschen Verantwortung übernehmen und Projekte gegen Diskriminierung anstoßen können. „Für viele ist das KNUP ein Raum der Selbstbestimmung – selbstorganisiert und unabhängig“, betonen die Aktiven.

Die MONOM Stiftung betont die zentrale Bedeutung selbstverwalteter Kultur- und Begegnungsorte für eine lebendige Zivilgesellschaft. Diese Räume seien, so die Stiftung, weit mehr als nur Orte für Musik, Kunst oder Feiern – sie sind Keimzellen gesellschaftlichen Engagements und Orte des Lernens. „Diskussionen und Auseinandersetzungen, die an selbstverwalteten Orten stattfinden, sind unersetzlich. Hier beginnen zivilgesellschaftliche Initiativen. Hier können Menschen unabhängig vom Geldbeutel, Herkunft oder sexueller Orientierung feiern, sich organisieren und weiterbilden“, heißt es in einem Statement der Stiftung. Gerade außerhalb großer Städte, wie in Oerlinghausen, übernehmen diese Orte eine tragende Rolle im kulturellen Leben. Sie bieten Konzerte, Partys und Lesungen zu solidarischen Preisen an und schaffen Freiräume, in denen junge Menschen experimentieren, scheitern und wachsen können. „Ohne Orte, an denen junge Menschen auch mal scheitern und daraus lernen können, fehlt der Raum, an dem man überhaupt auf die Idee kommt, Gesellschaft ganz anders zu sehen“, so die Stiftung weiter.

Kultur als Angriffsziel von Rechts
In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Angriffen auf selbstverwaltete Zentren. Allein das KNUP berichtet von 12 Angriffen in den vergangenen 18 Monaten auf das Soziokulturelle Zentrum an der Detmolder Straße. Darunter fallen Sachbeschädigungen mit Verbindungen zur extremen Rechten, Aufkleber, Vorfälle bei einer privaten Feier und rechte Kommentare. „Der Zeitaufwand für Dokumentation, Anzeigen bei der Polizei, Staatsschutz ist enorm“, so das KNUP. Statistiken zeugen von stark steigenden Zahlen von rechtmotivierten Angriffen, darunter Vandalismus, Schmierereien und auch Brandanschläge und körperliche Angriffe auf Besucher*innen alternativer Kneipen – die Liste ist lang. Gewalt gegen als nicht-rechts wahrgenommene Zentren gibt es in ganz Deutschland.

Bei einer Umfrage unter Jugendlichen zur aktuellen Lebenswelt junger Menschen, die das KNUP an den weiterführenden Schulen, wie der Heinz-Sielmann-Schule und dem Niklas-Luhmann-Gymnasium, sowie der Leopoldshöher Felix-Fechenbach-Gesamtschule, durchführte, kam es zu zahlreichen rechten Beiträgen. „Hierbei lag der Fokus oftmals mit AfD-Bezug.“, resümiert das KNUP. „Gleichzeitig machen die Umfrageergebnisse Mut, denn viele Themen die Schüler*innen interessieren, gehören zu den aktuellen Schwerpunkten des Hauses.“, so die Aktiven vom Soziokulturellen Zentrum. Insbesondere in den vergangenen Jahren erreichte das KNUP eine Menge Zuspruch. „Vielen sei die Wichtigkeit eines solchen Hauses als lokaler Ort der Vielfalt bewusst geworden“, so das KNUP.

Druck von politischer Seite
Die MONOM Stiftung warnt vor einer zunehmenden Gefährdung unabhängiger Kultur- und Jugendarbeit in Deutschland. Neben allgemeinen finanziellen Kürzungen geraten besonders Vereine unter Druck, die mit marginalisierten Gruppen arbeiten oder sich für gesellschaftliche Vielfalt einsetzen. In diesem Bereich werde oft zuerst gespart, sobald Haushalte verhandelt werden, so die Stiftung. Organisationen, die sich gegen Ideologien der Ungleichheit engagieren oder Kultur jenseits des Mainstreams schaffen, hätten es „doppelt schwer“: Sie leiden sowohl unter finanziellen Einbußen als auch unter einem zunehmend feindseligen politischen Klima. Zudem wachse das Misstrauen gegenüber kritischer und emanzipatorischer Kulturarbeit. Der politische Druck auf unabhängige Einrichtungen nehme spürbar zu – etwa durch Kleine Anfragen in Bundestag und Landtagen, die zivilgesellschaftliche Akteure in Misskredit bringen sollen. So stellte die CDU/CSU im Februar 2025 eine umfangreiche Kleine Anfrage zu NGOs, die genau in diese Richtung zielt. Immer wieder werde behauptet, der Staat unterstütze sogenannte Linksextremisten. Gleichzeitig würden grundlegende Formen gesellschaftlichen Engagements politisiert: Förderungen würden infrage gestellt, wenn Vereine über queere Liebe informieren oder zu Demonstrationen gegen den Rechtsruck aufrufen. Diese Entwicklung gefährde die demokratische Kultur, warnt die Stiftung. Wo Parteien Engagement für Migrant*innen, queere Jugendliche oder nicht-mainstreamige Kultur gering schätzen und über Fördergelder mitentscheiden, komme es verstärkt zu Kürzungen.
„Kulturinstitutionen sind Einflugschneisen für Rechte.“, teilt das KNUP mit. Dieses zeigte auch der erstmalige Wahlantritt der AfD in Oerlinghausen. In einem Beitrag der AfD Lippe wurde Bezug auf das Archäologische Freilichtmuseum und ein (in Oerlinghausen nicht vorhandenes) Theater genommen. „Dagegen müssen wir uns wehren und uns gleichzeitig schützen. Das ist ein zivilgesellschaftlicher Auftrag“, so das KNUP, „Haltung, Solidarität und Netzwerken sind ein Muss für Oerlinghausen!“

Aufruf zu Spenden oder Mitgliedschaften
Um sich gegen die politischen Entwicklungen zu wehren, bedarf es auch finanzielle Unabhängigkeiten. Neben Spenden für die bundesweite Kampagne »Alles beginnt im Zentrum«, die alle Zentren unterstützt, hebt das KNUP insbesondere den lokalen Support hervor. „Fördermitgliedschaften sind von großer Bedeutung für die zukünftige Arbeit“, und ruft gleichzeitig zu einer nachhaltigen Verbindung zum KNUP auf, „werdet Fördermitglied, kommt vorbei, redet über das KNUP, spendet Zeit oder Geld, schreibt dem KNUP!“
In den kommenden Monaten plant das KNUP, gezielt ehemalige Aktive für Fördermitgliedschaften zu gewinnen und Musiker*innen über die solidarische Kampagne zu informieren. Mitgliedsanträge finden sich auf der Website vom KNUP: www.knup.org. Die Website der Kampagne lautet www.alles.biz.

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Jugendliche werden befragt

— KNUP wertet Umfrage an Schulen aus —
In diesen Tagen haben rund 1400 Schüler*innen des Niklas-Luhmann-Gymnasium, der Heinz-Sielmann-Schule und der Felix-Fechenbach-Gesamtschule in Leopoldshöhe eine Umfrage erhalten, die dem KNUP zur aktuellen Lebensweltanalyse von Jugendlichen beitragen soll.
Jugendliche vom KNUP, dem selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrum Oerlinghausen, haben den Fragenkatalog ausgearbeitet. Anschließend wurde die anonyme Umfrage durch die Schulleitungen an die Schüler*innen versendet. In den ersten Tagen beteiligten sich etwa 200 Jugendliche der 8. bis 13. Jahrgangsstufen.
Unter dem Titel „Was machst du eigentlich?“ können bis zu fünfundzwanzig Fragen durch Ankreuzen, Mehrfachauswahl oder in Textform beantwortet werden. „Es geht darum, zu erfahren welche Themen Jugendliche derzeit beschäftigen und welchen Bekanntheitsgrad das selbstverwaltete Zentrum hat.“, so Rieke Weller, die zur Umfrage-Arbeitsgruppe gehört und selbst im vergangenen Jahr ihr Abitur in Leopoldshöhe gemacht hat. „Gleichzeitig sollen die Möglichkeiten, die ein selbstverwaltetes Zentrum Kindern und Jugendlichen ermöglicht, aufgezeigt werden“, ergänzt der 18-jährige Caspar Beckmann. Seit November wurde unter Einbezug der Hausversammlung vom KNUP die Umfrage erstellt. Aus den Fragen geht gleichzeitig hervor, dass sich im KNUP kreativ ausgelebt werden kann und Jugendliche sich dort frei entfalten können — auch dass es verschiedene Veranstaltungen und Projekte gibt, an denen aktiv teilgenommen werden kann. „Das KNUP lädt zum Machen, Gestalten, Organisieren und Freizeit verbringen ein“, so fasst die Einleitung der Befragung das selbstverwaltete Haus zusammen.
Eine Teilnahme an der Umfrage ist bis zum Ende der Osterferien, dem 27. April möglich. Das KNUP erhofft sich weitere Teilnehmende und dass auch über die Umfrage, sowie das KNUP, zuhause gesprochen wird. Nach Beendigung der Erhebung lädt die Umfrage-Arbeitsgruppe Jugendliche zur Auswertung und Teilhabe am Mittwoch, den 30. April um 19 Uhr in das KNUP ein. Im Anschluss ist bei trockener Witterung ein Lagerfeuer-Abend im Garten des Zentrums geplant.
Als Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist das KNUP seit bald 50 Jahren ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum und seit etwa 30 Jahren an der Detmolder Straße 102.

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Jeden Freitag Filme im »KNUP-Kino«!

Auch im Jahr 2025 wird das KNUP jeden letzten Freitag im Monat zum »KNUP-Kino« einladen. Hierzu hat die Veranstaltungsgruppe seit September am Kino-Programm gefeilt. Zwölf Filme verschiedenster Genres werden über die Leinwand in der Cnaipe, der Halle oder im Sommer auch im Garten als Open-Air-Veranstaltungen laufen. Zum Programm gehören Filme, die erst im letzten Jahr in die Kinos kamen und andere ausgewählte Filme der vergangenen Jahre seit 2017.

Die Veranstaltungsreihe hat sich im vergangenen Jahr etabliert und zählte 149 Besucherinnen. „Mittlerweile gibt es einige Stammgäste im KNUP-Kino. Es kommen aber immer wieder Menschen das erstes Mal in das Haus und sind über die Gemütlichkeit überrascht. Das freut uns sehr.“, so die Veranstaltungsgruppe. Die Altersspanne der Besucherinnen ist dabei sehr groß, ganz im Sinne des soziokulturellen Zentrums. „Der Großteil der Filme ist ab 12 Jahren, aber auch ein Familienfilm ab 6 Jahren läuft in diesem Jahr“, so das Veranstaltungsteam.

Die heutige 14-jährige Hauptdarstellerin Dileyla Agirman des Familienfilms »Sieger sein« kommt aus Schloß Holte-Stukenbrock. Neben Spielfilmen wie »Zone of interest« gehören auch (»Utøya« zum Thema „Rechte Terroranschläge“ und »Tatami« zum Thema „Instrumentalisierung des Sports“) sowie Filme über beeindruckende Persönlichkeiten wie »Marie Curie« oder »Der junge Karl Marx« zum Programm. Mit »Lola« zeigt das KNUP auch ein Science-Fiction-Drama. Im Sommer werden gleich drei Filme über eine 4-Meter Leinwand im Garten des Zentrums gezeigt: »Back to Black« über das kurze, aber intensive Leben von Musikerin Amy Winehouse, der Spielfilm »In Liebe, eure Hilde«, sowie der Film »Close« über eine besondere Freundschaft zweier Jungen.
Den Auftakt macht am 31. Januar der Dokumentarfilm »Dear Future Children«. Ein Film über drei junge Frauen, in drei Ländern mit drei Konflikten, mit einem ähnlichen Schicksal: Tränengas, Gummigeschosse, Wasserwerfer, tödliche Dürre und Regierungen, die nicht zuhören wollen. Doch sie haben nicht vor aufzugeben, beim Kampf für die Zukunft unserer Umwelt in Uganda oder Menschen, die in Santiago de Chile oder Hongkong für mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie auf die Straße gehen. Mit dem Dokumentarfilm »Im Land der Wölfe« greift das KNUP eine auch hier emotionalisierte Diskussion um die Rückkehr der Wölfe auf. Der Film wird das »KNUP-Kino« Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag abschließen.

Der Eintritt zum »KNUP-Kino« beträgt 5 €. Es kann ein Vorverkauf oder eine Reservierungsmöglichkeit per E-Mail (einlass@knup.org) genutzt werden. Neben Getränken, ist auch für die obligatorischen Kino-Snacks gesorgt. In diesem Jahr gibt es neben Erdnüssen, süßen und sauren Fruchtgummis und Studi-Futter auch frisches, süßes und salziges Popcorn. Das KNUP legt hierbei Wert auf vegane Snacks und möglichst fair gehandelte Ware. Im neuen Kino-Programmheft gibt es alle Informationen zu den zwölf Filmen. Es liegt an verschiedenen Stellen in Oerlinghausen aus und ist im KNUP erhältlich.

»KNUP-Kino« Termin-Übersicht:

31.01.2025 – KNUP-Kino: »Dear Future Children«
28.02.2025 – KNUP-Kino: »Zone of interest«
28.03.2025 – KNUP-Kino: »Tatami«*
25.04.2025 – KNUP-Kino: »Sieger sein«*
30.05.2025 – KNUP-Kino: »Der junge Karl Marx«
27.06.2025 – KNUP-Kino: »Close«
25.07.2025 – KNUP-Kino: »Back to Black«
29.08.2025 – KNUP-Kino: »In Liebe, Eure Hilde«
26.09.2025 – KNUP-Kino: »Marie Curie«
31.10.2025 – KNUP-Kino: »Utoya«
28.11.2025 – KNUP-Kino: »Lola«
26.12.2025 – KNUP-Kino: »Im Land der Wölfe

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Demokratie geht nur mit Antifaschismus!

Heute, am 27. Februar 2024, wird von der Schüler*innenvertretung des Niklas-Luhmann-Gymnasiums und vom Bürgermeister der Stadt Oerlinghausen zur Demonstration »Für Vielfalt und Toleranz« aufgerufen. Das KNUP beteiligt sich bei der Demonstration und ruft mit auf.

Da es dem KNUP heute leider verwehrt wurde eine Rede zu halten, hier einige Worte der »Politgruppe« …

Rassistischer Normalzustand
Die »Correctiv«-Recherchen haben einmal mehr gezeigt, dass die AfD eine offen extrem rechte Partei ist. Dass auch CDU-Politikerinnen und rechte Unternehmerinnen an dem Treffen beteiligt waren, ist angesichts der migrationsfeindlichen Haltung der CDU wenig verwunderlich. Doch während die AfD im Geheimen „Remigrationspläne“ schmiedet, ist der Rechtsruck in der Gesellschaft bereits überall zu spüren. Gleichzeitig macht Europa die Grenzen dicht und „reformiert“ das »Gemeinsame Europäische Asylsystem« – das Asylrecht wird immer weiter beschnitten – praktisch abgeschafft und grundlegende Menschenrechte für Asylsuchende eingeschränkt. Massenhafte Abschiebungen, ganz nach der Forderung von Bundeskanzler Olaf Scholz: „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben!“, sind bereits jetzt Realität, ohne dass die AfD überhaupt in der Regierung sitzt. Umso absurder ist es, dass Politikerinnen der Regierungsparteien sich jetzt auf Demonstrationen „gegen Rechts“ als die großen Antirassistinnen präsentieren, während sie selbst rechte, migrationsfeindliche Politik betreiben und durch soziale Kürzungen der AfD die Wähler*innen in die Arme treiben.

»Grenzenlose Solidarität«
Doch wir sollten uns nicht daran gewöhnen, dass jeden Tag Menschen im Mittelmeer sterben und dass Seenotrettung kriminalisiert wird, nicht gewöhnen an den rassistischen Normalzustand der Menschen aufgrund ihrer Herkunft in unterschiedliche Nationalstaaten trennt. Stattdessen möchten wir uns solidarisieren, solidarisieren mit den Menschen die alltäglich Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung erfahren. In der Schule, bei der Arbeit, auf der Straße, auf dem Amt, durch die Polizei, und durch die Bundespolitik. Seit Jahren wird befeuert, ignoriert und damit der Weg für den Erfolg der AfD bereitet.

Oerlinghausen und die Mär vom „Sommermärchen“
In einem Aufruf zur Demonstration wird von Bürgermeister Dirk Becker geträumt, wie schön das „Sommermärchen 2006“ der Männer-Fußball-WM war — skurril und gleichzeitig ließ dieses Zitat viele Menschen in Oerlinghausen zusammenzucken. Massenevents mit nationalen Symboliken haben noch nie etwas Gutes hervorgebracht: Ist es doch selbiges Event gewesen, dass durch seine „unverkrampfte“ Deutschtümelei, nicht nur für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verantwortlich war, sondern auch den Boden für die extrem rechte Bürger*innenbewegung „pro Deutschland“ bereitete und nachhaltig den Umgang mit einer deutsch-nationalen Identität veränderte: Es folgten 2013 die rechtspopulistische und extrem rechte AfD, sowie die islam- und fremdenfeindliche, völkische, rassistische und extrem rechte Organisation „Pegida“.

Kontinuität auch in Oerlinghausen
2018 war die letzte zivilgesellschaftlich organisierte Anti-AfD-Demonstration in Oerlinghausen. Lokale Parteigrößen aus CDU, FDP und Freie Wähler wandten sich der Demonstration ab, blieben fern und glänzten mit Aussagen wie, „Der Erfolg der Partei (AfD, Anm. d. Verf.) liegt meines Erachtens zum großen Teil darin, dass ihr durch solche Aktionen wie Demonstrationen zu viel Aufmerksamkeit zuteilwird.“ (H. J. Hünerbein/stellv. Fraktionsvorsitzender CDU Oerlinghausen, Mai 2018) — herunterspielen, fehleinschätzen, ignorieren, bundespolitsche — Kontinuitäten.

Und nein, die AfD hat nicht „jetzt vor wenigen Wochen, bei dem Treffen in Potsdam die Masken fallengelassen und das Gedankengut gezeigt, was wirklich dahintersteht.“ (O-Ton: Bürgermeister Dirk Becker). Das ist eine Verklärung von Tatsachen! Die AfD war, ist und bleibt offen extrem rechts, menschen- und demokratiefeindlich.

Und hey, „Oerlinghausen steht auf!“ – allein dieser Titel zeugt von einer Unsensibilität auf lokaler Ebene. In Nachbarstädten gehen unter solchen Slogans, Neonazis, Schwurblerinnen, Reichsbürgerinnen, Völkische mit AfD Hand in Hand spazieren. Also anders! „Oerlinghausen – Augen auf!“

Nehmen wir also das von der Schülerinnenvertretung und Bürgermeister ins Leben gerufene „Bündnis für Demokratie“ als letzte Chance! Damit der wunderschön klingende Satz „Für Rechtsextremisten ist in unserer Stadt und in unserem Land kein Platz!“ Wirklichkeit wird, muss es mehr als Lippenbekenntnisse geben. Denn aktuell ist in der Stadt und im Land Platz: Sei es im Bekannten- und Kolleginnenkreis, Verein, in der Kneipe und sonst wo! Bei den letzten Wahlen wählten durchschnittlich 700 Menschen, 7,5 %, in Oerlinghausen die AfD.

Der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Böning, der aufgrund seiner Nähe zu extrem Rechten Organisationen, seinen Posten verliert und für ein lokalpolitisches Beben sorgt, kommt, als wäre nichts gewesen als Lehrer an die Heinz-Sielmann-Schule. Ungeachtet, dass er noch Jahre zuvor in Verfassungsschutz-Dokumenten, bei Treffen der erst 2023 verbotenen „Artgemeinschaft“ auftaucht und noch immer die Nähe zur AfD sucht. Jahre fehlte die politische Auseinandersetzung. Lokal ist es ein Abklatsch von dem, was sich bundespolitisch abbildet. 2008 verabschiedete der Rat der Stadt Oerlinghausen eine klare Resolution gegen „jede Form von Neonationalsozialismus, Menschenverachtung, Diskriminierung und Vorurteilen“. Doch den Worten „für antifaschistische Aufklärung“ folgten keine Taten.

Das Bündnis könnte und sollte nun Rechte Räume benennen, aufklären und positiv besetzen. Nur so kann der AfD auf lokaler Ebene etwas entgegengesetzt werden, damit sie weiterhin in Oerlinghausen im politischen Raum keinen Fuß fassen kann!

Unterstützt lokale Gruppen, die sich gegen Rassismus, Nationalismus und gegen die extreme Rechte stellen — unterstützt Betroffene und hört ihnen zu!
»Für die Freiheit, für das Leben!«

Achso: Warum eigentlich dieser Flyer? Ganz einfach: Weil es dem KNUP als lokale Institution, die sich seit Jahrzehnten antifaschistisch einsetzt und eben aus diesem Grund selbst Opfer von Rechten Angriffen wurde, leider durch den Bürgermeister verwehrt wurde, einen Redebeitrag beizutragen, da die Redner*innen-Liste „voll“ war. Dieses ist bedauernswert und enttäuschend.

Demokratie geht nur mit Antifaschismus!
Die Politgruppe vom KNUP, dem Soziokulturellen Zentrum Oerlinghausen

-> Seit bald 50 Jahren steht das KNUP (früher als JZO) für selbstverwaltete Jugend- und Kulturarbeit mit einer politischen Auseinandersetzung. Die Politgruppe engagiert sich und setzt sich mit aktuellen lokalen und überregionalen Thematiken auseinander. Redet mit! Werdet aktiv, organisiert euch, bringt euch ein, schafft eine antifaschistische Kultur!

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»KNUP-Kino« stellt Programm vor

-Filme jeden letzten Freitag im Monat-

Augen auf in der Stadt! Das KNUP präsentiert das »KNUP-Kino«-Programm 2024!
🎞️ 11 Monate — 11 Filme – dazu gibt´s ein wunderschönes „KNUP-Pixi-Büchlein“ mit allen Infos zu den Filmen.

Die Veranstaltungsgruppe vom KNUP, stellt in diesen Tagen den Veranstaltungsplan für 2024 vor. Neben Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Partys wird es in diesem Jahr wieder eine Kino-Veranstaltungsreihe mit dem Titel »KNUP-Kino« geben. Jeden letzten Freitag im Monat wird hierfür die Leinwand in der Cnaipe, der Halle oder im Sommer auch im Garten als Open-Air-Veranstaltung, ausgerollt. Die Auswahl der Filme reicht von Komödie, Spielfilm zu Drama, bis hin zu Science-Fiction und Dokumentation. Im Sommer werden zwei Musikfilme als Open-Air über eine große Leinwand präsentiert.

Den Start macht der Film »We want sex«, eine britische Komödie, ab 12 Jahren. Der Film schildert die historische Auseinandersetzung um „Sex Equality“, die sich 1968 ereignete und den englischen Frauen zwei Jahre später ein Gleichstellungsgesetz bescherte. Mit prägnanten Forderungen gingen Frauen in den Streik – ungeachtet der heftigen Widerstände, die ihnen bald entgegenschlugen. Der Film wird im Rahmen des Internationalen Frauentags gezeigt.
Etwa vierzig Personen fassen die Veranstaltungsräume bei einer Kino-Veranstaltung im KNUP — im Sommer der Garten entsprechend mehr. Neben Getränken gibt es Salziges, Süßes oder Saures als »Snack im Glas« bei »KNUP-Kino«-Veranstaltungen.
Um 19:00 Uhr beginnt der Einlass, der Eintritt zum »KNUP-Kino« beträgt 5,00 €.

»Awareness-Workshop« & KNUP-Jahresausklang

Bei einem Workshop-Wochenende am 25. und 26. November wird sich mit dem Thema »Awareness« auseinandergesetzt werden. Zielgruppe sind Jugendliche bis 27 Jahre, doch auch alle andere Interessierte können an dem kostenlosen Workshop teilnehmen.

Es passiert immer wieder, eigentlich möchte man einfach einen schönen Abend, eine tolle Feier oder ähnliche Veranstaltung haben und dann geschehen Grenzüberschreitungen und Diskriminierungserfahrungen. Und daraus folgt dann häufig die ratlose Frage, wie damit umgegangen werden kann? Für solche Alltagssituationen gibt es Konzepte aus der »Awareness-Arbeit«. Das Wort kommt aus dem englischen und bedeutet »sich bewusst sein«.

Der Workshop wird Grundlagen vermitteln und beleuchten was »Awareness« eigentlich bedeutet und wie sie in verschiedenen Situationen genutzt werden kann. Erarbeitet werden soll, wie Situationen und Räume bewusst gestaltet und reflektiert werden können und wie das im Alltag und der Arbeit eingebaut werden kann. Auch wird es um Reflexion eigener Positionen und Privilegien gehen.

Angeleitet wird der Workshop von zwei Menschen, die Teil der »Bildungsarbeit und Prozessbegleitung – AURORA« sind. Dabei begleiten sie Gruppenprozesse und beraten zugemeinschaftsbasierten Umgängen mit zwischenmenschlicher Gewalt.

Auch das KNUP soll ein Ort sein, in dem sich alle Menschen sicher fühlen. Hierzu wird es in Zukunft ein »Awareness-Team« geben und ein Konzept für Veranstaltungen ausgearbeitet. Gleichzeitig arbeiten die Aktiven vom KNUP derzeit an einem Schutzkonzept für die Kinder- und Jugendarbeit im KNUP.

Am Samstag, den 25. November beginnt der Workshop um 10:00 Uhr und endet um 17:30 Uhr. Am zweiten Tag ist um 11:00 Uhr Beginn und ebenfalls um 17:30 Uhr Ende.In den Mittagspausen wird es veganes Essen geben. Anmeldungen werden via E-Mail (veranstaltung@knup.org), oder telefonisch (AB) über 0 52 02 / 49 00 32 angenommen – Anmeldeschluss ist der 11.11.2023, aber auch darüber hinaus werden Anmeldungen erst einmal gesammelt.

KNUP-Jahresausklang

Im Dezember geht es am 6.12. gleich mit dem »Nikolausmarkt« weiter: Am 6.12. ist das KNUP zum zweiten Mal mit einem Stand beim »Nikolausmarkt« in Helpup. Und bereits letztes Jahr war es wirklich super schön.

Am 9.12. ist das KNUP beim »Bergstadt-Advent«, dem Oerlinghauser Weihnachtsmarkt – dieses Jahr auch endlich wieder mit Live-Musik am KNUP-Stand: Ab ca. 20:30 Uhr wird »Rodi« (Akustikpunk aus Leipzig) im großen Zelt spielen. Bisher war Rodi als Sänger von »100 Kilo Herz« bekannt, nun steigt er aus – zu groß werden ihn die Bühnen, also auf nach Oerlinghausen! Schaut unbedingt rum und trinkt den einen oder anderen wärmenden Glühwein, oder probiert das klassische »Chili sin carne«. Das ist übrigens oft schnell weg, daher wird dieses Jahr ein wenig mehr eingeplant.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung für alle KNUP-Vereinsmitglieder und Fördermitglieder geht am 17.12. über die Bühne. Vormerken und vielleicht auch das KNUP mit einer (individuellen!) Mitgliedschaft unterstützen. Viva autonomia!

Am 24.12. gibt es wieder die legendäre »Heilige-Cnaipe« im Haus. Vor dem Haus wieder mit Lagerfeuer! Also in den kommenden Wochen geht nochmal einiges! Und die ersten Termine für 2024 stehen bereits … schaut in die Termine!

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Haus- und Gartenfest mit Flohmarkt

Das KNUP lädt zum Zusammenkommen rund um das Haus ein. Am Samstag, den 13. Mai 2023 wird am selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrum das »Haus- und Gartenfest« gefeiert. Um 14 Uhr startet die Veranstaltung mit einem Flohmarkt im Garten. Ein großes Kaffee und Kuchenbuffet am Nachmittag wird dem von der Agenda 21, dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Helpup und dem KNUP, veranstalteten Flohmarkt begleiten. Diese Kooperation ist bisher einmalig und bringt gleich drei aktive und unterschiedliche Institutionen aus den Ortsteilen zusammen. Auch die Südstadtgärten Oerlinghausen werden sich mit einem Pflanzen & Samen-Markt am Haus- und Gartenfest beteiligen.

Von 14 bis 18 Uhr wird zum Schlendern, Stöbern und Feilschen eingeladen. Eingeladen sind auch private Standbetreiber*innen, die sich mit einem Stand beteiligen möchten. Hierzu bitten die Veranstaltenden um eine vorherige Anmeldung bei der Agenda: 05202/5537 oder meyer.baerbel@online.de. Als Stand-Gebühr soll ein selbstgebackener Kuchen dienen. Der Aufbau der Stände beginnt um 13 Uhr.“

Das KNUP wird wieder Hausführungen durchführen, bei denen die Chance besteht mit den Aktiven in das Gespräch zu kommen, sich das Haus und den Garten anzuschauen und von spannenden Projekten, Ideen und Veranstaltungen zu erfahren. In den Abendstunden wird ein Lagerfeuer entfacht, bevor es erstmalig einen musikalischen Auftritt auf der neuen Außenbühne des KNUP geben wird. Musiker Matze Rossi ist aus Schweinfurt zu Gast. Er begeistert mit seiner Stimme und Gitarre und holt die Menschen mit seiner Energie und unbedarfte Herangehensweise seiner Punkrockwurzeln ab. Schnell wird spürbar, dass er die Musik lebt, liebt und gerne teilt. Das Konzert beginnt um 20 Uhr – der Eintritt ist frei!

Endlich wieder Konzerte

Endlich wieder Konzerte

Im autonomen Soziokulturellen Zentrum KNUP finden ab Mai wieder Konzerte statt. Die Corona-Pause wurde genutzt, um die komplette Veranstaltungshalle zu renovieren. Auch die Sound- und Lichttechnik wurde erneuert und kommt auch in Zukunft mobil auf der neuen Außenbühne zum Einsatz. Rund 1,5 km Sound-, Licht-, Netzwerk- und Stromkabel wurden in den vergangenen Monaten dafür verlegt. Ermöglicht wurden die Investitionen durch Förderungen durch Bundesmittel aus dem Programm »Neustart Kultur«. Insbesondere durch die vielen Lichtinstallationen kommen die verschiedenen Veranstaltungsräume besonders zur Geltung und machen zum Beispiel die »Cnaipe« zu einem gemütlichen Ort, mit dem Charme des alten Gemäuers.

Im Sommer 2022 begannen die Vorbereitungen für das Programm in diesem Jahr. Nach rund 3,5 Jahren kann es nun neben dem wöchentlichen Programm (dienstags »KNUP-Küche«, freitags »Freitags-Cnaipe«, diverse Gruppentreffen) endlich wieder mit Konzerten losgehen.

„Kultur von unten, Kultur in der Provinz!“
Die Konzert-Veranstaltungen starten mit einem besonderen Sonntags-Matineé am 7. Mai mit »Paul Gerlinger« aus Mannheim und »My Sister Grenadine« aus Berlin. Mit Paul Gerlinger konnte ein Newcomer aus dem Bereich Singer/Songwriter für einen Auftritt gewonnen werden. Musiker Vincenz Kokot von My Sister Grenadine (minimalistischer Folk) wird seine Deutschlandtour in Oerlinghausen abschließen.

Beim Haus- und Gartenfest am 13. Mai wird erstmals die Außenbühne bespielt. Singer/Songwriter Matze Rossi wird zu Gast sein und den Tag mit seinem Live-Auftritt ausklingen lassen. Das Konzept vom Haus spiegelt sich bei den verschiedenen musikalischen Abenden und insbesondere bei der Zusammensetzung der Bands wieder. Als Träger der offenen Jugendarbeit wird das KNUP weiterhin durch das Kreisjugendamt Lippe gefördert.

Als nächste Veranstaltung wird am Freitag, den 21. April ein Vortrag mit dem Titel »Die Netzwerke der Klimaleugner*innen« vom Soziologen und Publizisten Andreas Kemper stattfinden.

Die Veranstaltungen 2023 im Überblick:
[24.03.2023 – KNUP-Kino: Gegen den Strom – Abgetaucht in Venezuela mit Filmgespräch]
21.04.2023 – Vortrag: »Die Netzwerke der Klimaleugner*innen« von Andreas Kemper
07.05.2023 – Matineé-Konzert: Paul Gerlinger (Solo) + My Sister Grenadine
13.05.2023 – Haus- und Gartenfest mit Matze Rossi (Solo)
21.06.2023 – »School´s Out Party!«
23.06.2023 – Konzert: Tigeryouth + SYN + Swan Songs
05.08.2023 – KNUP-Kino-Open-Air: »Rise Up«
18.08.2023 – KNUP-Kino: »Das Experiment Rojava – Eine Gesellschaft im Aufbruch«
01.09.2023 – KNUP-Kino: »Kobanê«
30.09.2023 – Feministischer Abend: Vortrag & Konzert
07.10.2023 – Konzert: The Sensitives + weitere
21.10.2023 – Konzert: Freidenkeralarm + Hauptsachedurch + Pogopanik

+++ Weitere Veranstaltungen folgen +++

Außenbühne KNUP

Eine Außenbühne und Förderungen

Die bisherige Coronazeit wurde genutzt. Unter erschwerten Bedingungen wie Kontaktbeschränkungen und anderen Infektionsschutzmaßnahmen starteten umfangreiche Umbauten und Renovierungen. Diese fingen im Eingangsbereich an und nach und nach wurden Küche, Cnaipe, Veranstaltungshalle und Gruppenräume neugestaltet.

Nun war es endlich soweit! Im Garten wurde über den Sommer eine Außenbühne installiert. Eine Traverse für mobile Veranstaltungstechnik wie LED-Strahler, Beamer und Leinwand wurden vor kurzem angebracht, sodass für das kommende Jahr bereits Veranstaltungen geplant werden können. Insbesondere Akustik-Musiker*innen soll damit eine neue Auftrittsmöglichkeit geboten werden. Auch Open-Air-Film-Vorführungen können nun im KNUP-Garten auf großer Leinwand stattfinden. Ein historischer DDR-Bauwagen im Hintergrund rundet das Bild ab. Im Winter soll dieser noch um- und ausgebaut werden. Verschiedenste nachhaltig gestaltete Holz-Sitzmöbel wurden für die Außenveranstaltungen angeschafft oder gebaut. Ermöglicht wurde der Bühnenbau durch die Jugendförderung des Kreises Lippe im Rahmen des Programms »Aufholen nach Corona«. Das Staatsministerium für Kultur und Medien hat die Erweiterung der Veranstaltungsmöglichkeiten im Außenbereich durch Bundesmittel aus dem Programm »Neustart Kultur« gefördert. Seit Ende letzten Jahres konnten Anträge beim »Bundesverband Soziokultur« eingereicht werden. Im Frühjahr bekam das KNUP den Förderungsbescheid.

Neben der Organisation und Renovierung des soziokulturellen Zentrums finden wöchentlich die »KNUP-Küche« und die »Freitags-Cnaipe« in den frisch renovierten Räumen statt. Gruppen wie die Veranstaltungsgruppe treffen sich regelmäßig und auch so ist das Haus oft geöffnet und lädt zum Verweilen ein. Alle zwei Wochen findet die Hausversammlung im neuen Gruppenraum statt, der in den kommenden Wochen seine neue digitale Ausstattung durch die »OerliJugend« und die Stadt Oerlinghausen erhält. Ein historischer Moment – denn es mag bald dreißig Jahre her sein, dass das Haus städtische Gelder bekommen hat.

In der »Cnaipe« wurde bei der Umgestaltung darauf geachtet, dass bei der dreißig Quadratmeter großen Fläche mehr Platz geschaffen wird. Veranstaltungstechnik sorgt für eine multifunktionale Nutzung für musikalische Auftritte, Lesungen, Vorträge und aber auch Film-Vorführungen. Die ersten Termine stehen bereits fest:

Am Donnerstag, den 27. Oktober wird der Film »Für Sama« gezeigt, eine Dokumentation über den syrischen Bürgerkrieg. Ein Monat später, am 24. November befasst sich die Doku »Freie Räume« mit der Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, aus der auch das KNUP (noch als JZO) hervorging. Filmemacher Tobias Frindt wird für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen. Am 2. November wird die mehrfach ausgezeichnete Journalistin Andrea Röpke im Rahmen einer Vortragsveranstaltung über völkische und rechtsextreme Gruppierungen auf dem Land berichten. Auch wird Bezug auf rechtsextreme Strömungen im Kreis Lippe genommen. Die Veranstaltungen werden ebenfalls durch das Bundesprogramm »Neustart Kultur« gefördert.